mario hiriart

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Harmonie von Natur und Gnade

Ein Lieblingsthema Marios, was nicht verwundert. Es ist eng verbunden mit seinem Lebensideal. Es wurde ihm natürlich und Übernatürlich in die Wiege gelegt: »Harmonie zwischen Natur und Gnade. Madrecita, das ist schon immer ein Ausdruck gewesen, der mich von Beginn an innerlich erfüllt hat. (...) Es war vielleicht die tiefe, natürliche Harmonie meines Elternhauses, die in mir diese instinktive Neigung zu Frieden, innerer Ruhe und einem vollkommenen inneren Gleichgewicht wach hält. (...) »Die Gnade zerstört nicht die Natur, sondern erhöht und vervollkommnet sie«. als ich verstand, was dies bedeutet, wurde es für mich wie zu einer zweiten Bekehrung zum Christentum, entsprechend den Erzählungen Chestertons in seiner »Ortodoxia«. (...) Aber erst in den letzten Jahren lernte ich verstehen, dass diese Harmonie nicht als Gleichgewicht zwischen zwei Polen gleicher Größe zu verstehen ist, sondern dass einer, die Gnade, unendlich größer ist als der andere.« (M. Hiriart, 20.09.1957)

Sich diesem Ordnungsgefüge einordnen, bedeutet Lebensquellen zum Sprudeln bringen, ein Segen sein für andere. Das Gegenteil kommt im Existenzialismus zum Ausdruck, den Mario als »... ich kann an nichts denken, als nur an mich selber ...« beschreibt. Dieses Denken entwickelt sich — nach seiner Meinung — vor allem dort, wo es keinen natürlichen und übernatürlichen Bindungsorganismus gibt. Darauf muss der lebendige Glaube von heute Antwort geben. »Wir müssen den Menschen fähig machen, sich erneut in jedem (natürlichen und Übernatürlichem, d.R.) Sinne zu binden, d. h. fähig und bereit für die innere Bindung an Orte, Dinge und Ideen; vor allem müssen wir ihn wieder für die Gemeinschaft fähig machen in tiefer, inniger und persönlicher Art und Weise.« (M. Hiriart, 13.12.1960) Stück für Stück wächst in Mario der Bindungsorganismus nach allen Seiten. Seine Verwurzelung zu bestimmten Orten in der Natur und zur Kapelle in Bellavista, wie er auf seinen neuen Anzug acht gibt, wie er seine Tagebücher behandelt , mit welcher Ehrfurcht er Tieren und Pflanzen begegnet, wie er sein Persönliches Ideal umsetzt und die ganze Werte- und Gedankenwelt Schönstatts in seinem Leben originell Wirklichkeit werden lässt, wie die Menschen seine Nähe und seinen Rat suchen ... Mario hält sich zurück mit Forderungen an andere. Er lebt, was andere fordern. Und sein Leben fordert heraus.

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marienbrüder, 2005